Montag, 23 März 2015 13:56

Männer deklassieren aufmüpfiges Tuspo

Die Peine-Sieben nimmt im zweiten Abschnitt Fahrt auf.

HGZ - Tuspo Nürnberg 35:20 (15:10)

Nach dem emotionalen 22:21-Auswärtserfolg beim TSV Lichtenau in der Vorwoche galt es für die Männer, Aufwärtstrend und Schwung auch mit in die Partie gegen Tuspo Nürnberg zu nehmen. Tabellarisch geht es für den Vorletzten seit geraumer Zeit um nicht mehr viel, dementsprechend unbekümmert geht der Tuspo derzeit aber seine Aufgaben an. Erst bekam das der Post SV Nürnberg zu spüren (32:29), ehe beinahe auch der MTV Stadeln baden gegangen wäre (26:30). Die Mannschaft von Trainer Carsten Peine war also gewarnt, was eine etwaige Formschwäche bedeuten könnte. Dessen schien sich besonders Keeper Jonas Pfrengle bewusst, der durch die starke Leistung von Vertreter Wolf Hagen in Lichtenau offenbar eine Extra-Portion Motivation getankt hatte.

In der Anfangsphase beschnupperten sich beide Teams noch: Die Gäste kamen vor allem über den Kreisläufer erfolgreich zum Abschluss, die HG versuchte sich in schönen Einzelaktionen (3:2). Anschließend lief aber allen voran Torhüter Pfrengle heiß, brachte die Tuspo-Akteure reihenweise zur Verzweiflung. Die vereitelten Chancen wurden durch Zirndorfer Tempospiel bestraft, eine Drei-Tore-Führung war die Folge (7:4). Den kleinen aber feinen Vorsprung bewahrten sich die Bibertstädter zwar, ein komfortableres Polster sprang aber durch Unachtsamkeiten in der Defensive und liegengelassene Möglichkeiten im Angriff erst einmal nicht heraus. Kurz vor der Pause legte die Peine-Sieben dann noch einmal einen Zwischenspurt ein, der 3:0-Lauf bescherte der HG zu einem günstigen Zeitpunkt die erste Fünf-Tore-Führung (15:10).

In der Pause warnte Übungsleiter Peine allerdings, dass es in großen Teilen des ersten Abschnitts nicht so deutlich ausgesehen hatte. Zudem mahnte er nicht nachzulassen, ehe der Wille der Gäste aus Nürnberg nicht gebrochen wäre. Relativ konstant spulten die Hausherren ihr Programm auch zu Beginn des zweiten Durchgangs herunter, behielten den alten Vorsprung stets bei (22:17). Dann entschied sich Peine den in der Pause vorgenommenen Torwartwechsel rückgängig zu machen: Hagen, der in der Vorwoche noch die Punkte festhielt, machte keine glückliche Figur und wurde wieder durch Pfrengle ersetzt. Und der vernagelte fortan seinen Kasten, wehrte beinahe jeden Wurf ab, der auf sein Tor gefeuert wurde. Das ermöglichte der HG einen starken 8:0-Lauf, beim 30:18 war die Messe längst gelesen – speziell Youngster Michael Motzelt versenkte seine Konterversuche eiskalt. Und die Peine-Sieben drückte weiter aufs Gas, machte sogar noch etwas für das zuletzt etwas enttäuschende Torverhältnis. Der 35:20-Kantersieg war am Ende das Ergebnis einer höchstkonzentrierten Leistung, ein zweifacher Punkterfolg, auf den sich wirklich aufbauen lässt.

Damit kassierte die HG zum zweiten Mal in Folge weniger als 22 Gegentreffer, das war allerdings allen voran den glänzenden Torhüterleistungen zu verdanken – auf dieser Position haben die Zirndorfer als einziges BOL-Team wirklich Landesligaformat. Nun haben die Biberstädter zweieinhalb Wochen Zeit, den Aufwärtstrend in die Partie am 9. April (20.15 Uhr) bei der HG/HSC Fürth zu retten.

Für die HG spielten: Pfrengle, Hagen (beide Tor), D. Schmidt 6, Hirschsteiner, Nickl 3, Tomko 6, Hartmann 4, Motzelt 4, Maußner, Urban 3, M. Schmidt 9/4.

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