Sonntag, 18 November 2018 19:21

Wieso leicht, wenn es auch schwer geht?

SC Schwabach 04 – HG Zirndorf 28:29 (13:13)
Arbeitssieg im Spiel um Platz 2

Für die Männer der HG ging es am Samstag zum zweitplatzierten SC Schwabach in die Goldschlägerhalle. Man erwartete ein Spiel auf Augenhöhe, war sich aber der Situation bewusst: Weitere Punktverluste gegen direkte Konkurrenten um den Aufstieg kann und will man sich nicht mehr erlauben.
Leider gab es kurzfristig wichtige Ausfälle wie Keppeler und Pfrengle zu beklagen, im Gegenzug stand Max Maußner wieder zur Verfügung. Die Mannschaft war dennoch motiviert die zwei Punkte aus Schwabach mitzunehmen.

Die Schwabacher begannen direkt mit einer Manndeckung, die jedoch im restlichen Abwehrverbund Räume schaffte, die die Spieler der HG gezielt nutzten. Durch druckvolle und konsequent gespielte Angriffe war man vorne einige Male erfolgreich, während hinten eine disziplinierte Abwehr den Schwabachern gegenüberstand. So erspielte man sich nach knapp 10 Minuten einen 8:2 Vorsprung aus Sicht der HG. Die Zirndorfer zeigten in dieser Anfangsphase, wieso sie für Viele als Aufstiegskandidat gelten.
Doch so stark die HG loslegte, so sehr ließ sie in den Folgeminuten nach. Unkonzentrierte und überhastete Abschlüsse im Angriff, sowie fehlendes Engagement in der Abwehr ermöglichten es den Schwabachern wieder Anschluss zu finden. Die Halle wurde lauter und trieb den SC an, bis dann schließlich ein 12:10 aus Sicht der Goldschlägerjungs auf der Anzeigetafel zu sehen war. Eine Auszeit durch Trainer Peter Heimpel sollte die Männer aus Zirndorf wachrütteln und auf die Spur der ersten Minuten bringen, jedoch konnte man sich bis zur Halbzeit ausschließlich auf ein 13:13 zurückkämpfen.

In der Halbzeitpause wurden unter anderem der enorme Leistungseinbruch und die unkonzentrierten Abschlüsse bemängelt. Trotz eines so starken Beginns machte man sich das Leben selbst schwer und ließ den Gegner wieder rankommen, frei nach dem Motto „Wieso leicht, wenn es auch schwer geht?“. Es hieß also ackern bis zur letzten Minute und die Punkte durch Einsatz und Kampf nach Hause bringen.
Nach der Pause sahen die Zuschauer in der Goldschlägerhalle ein ausgeglichenes Spiel, in dem es hin und her ging. Keine der beiden Mannschaften konnte sich entscheidend absetzen. Im Angriff wurde oftmals ohne Konzept gespielt, sodass unvorbereitete Abschlüsse und Kreisanspiele durch eine disziplinierte Abwehrarbeit kompensiert werden mussten. Kurz vor der 50 Minuten Marke gelang es den Männern aus Schwabach jedoch sich beim 26:22 mit 4 Toren einen kleinen Vorsprung zu erarbeiten. Durch die darauffolgende rote Karte gegen die HG spitzte sich die Situation weiter zu. Die Mannschaft war gefordert die letzten 10 Minuten noch mehr zusammenzurücken und sich zu beweisen. Und es gelang ihr. Man erkämpfte sich zur 56. Minute den Ausgleich zum 27:27 und schaffte es sogar mit zwei Toren in Führung zu gehen. Eine Zwei-Minuten Strafe gegen die Zirndorfer kurz vor Schluss machte das Spiel noch spannender als es bereits war, aber man war in der Lage die Führung bis zum Ende zu halten und somit konnte man sich mit zwei Punkten und dem 2. Platz im Gepäck aus Schwabach verabschieden.

Abschließend ist zu sagen, dass die HG in den ersten Minuten zwar ihr Potential gezeigt hat, aber wie so oft Schwierigkeiten damit hatte dieses konsequent über den Spielverlauf abzurufen und dem Gegner so sein Spiel aufzudrücken. Trotz des Leistungseinbruchs und eines 4-Tore Rückstands hat die Mannschaft von Peter Heimpel Moral und Kampfgeist bewiesen und sich somit die zwei Punkte aus Schwabach etwas glücklich, aber dennoch verdient erkämpft.

Für Zirndorf spielten: Goth (Tor), Fuchs, Spirkovski, Will(3), Maußner M.(5), Maußner B.(3), Rohe(1), Heimpel, Kölbl(1), Merk(7/5), Bachmann, Dimper(8), Könighaus(1)

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